Innovation und Menschen fördern!

Dezember 2020 | Wirtschaftswoche | Der starke Mittelstand

Innovation und Menschen fördern!

Seit 60 Jahren ist stoba innovationsstarker Technologieentwickler für die Industrie. Dabei setzt das Unternehmen auf Pioniergeist und die enge Verzahnung seiner drei Geschäftsfelder.

Christoph Bode – CEO, stoba Gruppe
stoba / Anzeige

Sie stehen seit Jahrzehnten für Zuverlässigkeit und Qualität in der Großserienfertigung – zugleich aber auch für Expertise im Sondermaschinenbau und der E-Mobility. Wie bringen Sie die Innovation in Ihr Unternehmen?

stoba war immer schon mehr als ein klassischer Zulieferer. Kunden kommen zu uns, wenn sie ein Problem haben oder über die herkömmlichen Wege nicht ans Ziel kommen. Anhand der individuellen Aufgabenstellung unserer Kunden entwickeln wir dann etwa neue Prozesse und Maschinen. Innovation ist insofern die Grundlage unseres Geschäftes.

 

Unsere Innovationskultur zeigt sich auch in der strategischen und systematischen Diversifizierung und Internationalisierung der letzten Jahre. In unserer Größenklasse sind wir eher außergewöhnlich aufgestellt. Die unentbehrlichen Treiber für all das sind unsere Mitarbeitenden. Wir geben ihnen den Raum, ihre Ideen umzusetzen und fördern ihre persönliche Weiterentwicklung.

 

Geben Sie uns ein Beispiel für ein innovatives Projekt?

Ein Kunde aus der Automobilbranche hatte eine neue Hochdruckeinspritzdüse für die Kraftstoffzufuhr im Motor entwickelt. Die Expertise unserer Business Unit Customized Machinery ermöglichte ihm, den Fertigungsprozess mittels modernster Lasertechnologie serienreif zu entwickeln. Dabei haben wir nicht nur den Prozess entwickelt, sondern auch die dafür notwendige Maschine gebaut. Das hat uns dann den finalen Auftrag für die Serienproduktion erbracht. Unsere Geschäftsbereiche ergänzen sich oft. So wie bei dem Großauftrag für ein Produkt im Haircare-Bereich, wo wir die innovative Idee des Kunden durch unser Prozess-Know-how im Maschinenbau und der Großserie erst serienreif machten.

 

stoba kann und will nicht stehenbleiben. Wir digitalisieren unsere Prozesse und unser Portfolio. In unserer Business Unit e-Systems haben wir aus eigenen finanziellen Mitteln einen hochinnovativen Elektroantrieb entwickelt. Das Besondere an dem Antrieb ist unter anderem: Er arbeitet im Niedervoltbereich mit hohen Leistungen, was ihn in der Handhabung insbesondere in Schadensfällen und bei Wartungen sicherer macht. Dafür braucht es eine besondere Leistungselektronik und Inverter, die wir selbst entwickelt haben. Geplant ist der Einsatz nicht im Automotive-, sondern im klassischen Off-Highway-Bereich, also beispielsweise in Baumaschinen, Landwirtschafts- und Kommunenfahrzeugen. Für diese Hersteller integrieren wir unseren Antrieb in deren Fahrzeuge, denn auch das ist unsere Kompetenz. Das Besondere der stoba e-Systems hat nun auch FEV entdeckt. Wir starten aktuell eine partnerschaftliche Kooperation mit der FEV Europe GmbH, um Vertriebswege zu bündeln und sowohl Ressourcen als auch Systemintegrationsexpertise zu verbinden. Eine komplette Lösung für unsere Kunden.

 

Wie kommt stoba durch die aktuelle Krise?

Nach den unvermeidlichen Einbrüchen sehen wir aktuell eine Erholung des Marktes, jedoch auf niedrigerem Niveau. Wir hatten vor der Krise gut vorgesorgt und tolle Unterstützung durch unsere Bankpartner. Was wir uns allerdings wünschen, ist mehr konkreten Support durch Fördermittel für den Mittelstand. Wir stemmen die Krise, und wir stemmen auch weiterhin Innovation ausschließlich mit unseren eigenen Mitteln. Kurzarbeit sehe ich da durchaus kritisch. Ich könnte 50 hochinnovative und motivierte Mitarbeiter nach Hause schicken und viel Geld sparen. Viel lieber wären mir 10 Prozent dieser Summe, damit sie arbeiten und weiterhin kreativ sein können. Man sollte nicht pauschal das Unternehmen subventionieren, sondern die Innovation moderner zukunftsweisender Technologien und die Menschen am Standort Deutschland fördern!    

 

www.stoba.one